… dass eine Haltung niemals so gut sein kann wie das Leben in freier Natur?

Ist das wirklich so?
Andernorts wurde einmal die Frage gestellt, ob unsere Papageien, hätten sie die freie Entscheidung, das Leben in der freien Natur dem Leben bei uns Menschen tatsächlich vorziehen würden.
Instinktiv antworte ich da mit einem lauten ja!

Aber ist das bei näherer Überlegung wirklich so einfach?
Ist diese Auffassung nicht bereits eine Vermenschlichung?
Gehen wir da nicht von uns selbst aus, von unseren Begriff von Freiheit?

Gehen wir jedoch davon aus, dass Papageien „triebgesteuert“ sind und das ihnen menschliche Begriffe wie Freiheit nichts sagen, sondern dass sie vorrangig wie andere Tiere auch zum einem auf der individuellen Ebene an der Weitergabe ihrer Gene interessiert sind und auf der allgemeinen Ebene an der Erhaltung der gesamten Art.
Haben sie im Vergleich zu freilebenden Artgenossen dann nicht Vorteile durch die Haltung in Menschenhand?

Unter der Voraussetzung der Möglichkeit zur Fortpflanzung wäre das doch wohl zu bejahen:
Solche Vorteile wären das Fehlen natürlicher Feinde, ein ständiges Nahrungsangebot, ein ausreichendes Nistplatzangebot, keine „Naturkatastrophen“, sondern ein ausgeglichenes Klima, Behandlung bei Krankheit etc.
Vielleicht würden sich Papageien dann doch für die Haltung in Menschenhand „entscheiden“, soweit diese gewissen Anforderungen genügt und eben diese Vorteile bietet, und das heißt im gewisssen Sinne auch, das diese Haltung artgerecht sein muss.

Nur ein Gedankenspiel- wer weiß es schon?


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